Biogasanlagen

sind heute ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor im ländlichen Raum und eine attraktive Alternative bzw. Ergänzung zur traditionellen Landwirtschaft. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Die Anzahl der Biogasanlagen wird weiter sehr schnell und deutlich steigen, denn viele Landwirte versprechen sich vom Bau einer Biogasanlage eine wirtschaftlich gesicherte Zukunft.

Aber mit dem Bau einer Biogasanlage alleine ist es nicht getan, denn Biogasanlagen sind nicht so einfach zu betreiben, wie man zunächst gerne annehmen möchte und wie es die Werbung verspricht. Neben einer intensiven personellen Betreuung sind auch detaillierte und anlagenspezifische Informationen über den Biogasprozess notwendig.

Leider sind die Einflußparameter des Biogasprozesses und deren komplexes Wechselspiel nicht so ohne weiteres von außen erkenn- und vorhersagbar. Auch Erfahrungswerte helfen meist nicht weiter, um eine Biogasanlage ohne größere Prozessstörungen, die die Wirtschaftlichkeit gefährden können, stabil zu betreiben, denn die Biogaserzeugung ist zwar ein träger, aber dennoch sehr empfindlicher Prozess und bereits kleinste Abweichungen und Änderungen können sich sehr extrem auswirken

So verwundert es nicht, dass die Mehrheit der Biogasanlagen weit unter ihren Möglichkeiten gefahren wird. Die durchschnittliche übers ganze Jahr gerechnete Auslastung von Biogasanlagen bezogen auf die tatsächlich mögliche Leistung liegt meist bei deutlich unter 90%. Nur eine kontrollierte Optimierung, bei der die verfahrenstechnischen Parameter systematisch geändert und die Auswirkungen auf den Prozess gemessen werden, führt zu einer Verbesserung der Auslastungssituation. Welche Parameter, in welchen Schritten und in welcher Reihenfolge geändert werden sollten, ist von großer Bedeutung und der Kern unserer Leistungen.

Bei allen Optimierungsbemühungen kommt der Prozessstabilität eine besondere Bedeutung zu, denn desto näher die Anlage an der Auslegungsgrenze gefahren wird, desto empfindlicher reagiert sie auf Überfütterungen.
Durch eine Erhöhung der Fütterungsmenge steigt zunächst die Energieproduktion. Bei einer Überfütterung oder auch einer zu schnellen Steigerung der Fütterungsmenge nehmen die freien organischen Säuren im System zu. Ohne entsprechende Messungen geschieht dies unbemerkt. Erst wenn das Säurepufferungsvermögen des Systems erschöpft ist, kommt es schlagartig zu einer irreversiblen Übersäuerung und zum Tod der Bakterienkulturen. Längere Produktionsausfälle sind die Folge.

Die angesprochene Trägheit des Prozesses darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass häufige Messungen und deren zeitnahe Auswertung dabei von ganz entscheidender Bedeutung sind. Labor-Messungen, auf deren Ergebnisse ein oder mehrere Tage gewartet werden muß, sind nicht geeignet, den Prozess sicher zu regeln. Zumal es keine absoluten Grenzwerte für einzelne Messgrößen gibt und deshalb Einzelwerte auch nur eine geringe Aussagekraft haben. Erst die kontinuierlichen Aufzeichnungen der Messwerte und damit die Beschreibung der Messwertveränderungen lassen verläßliche Rückschlüsse auf die Prozessstabilität zu.

Nur mit einem Zusammenspiel an Messungen, die die Basiswerkzeuge unserer Leistungen sind, können die erforderlichen Parameter zielgerichtet ermittelt, schnell ausgewertet und in Fahrpläne umgesetzt werden. Damit kann das Ergebnis einer Biogasanlage auch ohne weitere Investitionen nicht nur stabilisiert, sondern meist auch deutlich gesteigert werden.

Auch beim Anfahren einer neuen Biogasanlage kann durch eine messtechnische Überwachung und eine darauf aufgebaute Regelung viel schneller die geplante Soll-Produktionsmenge erreicht werden. Führt man sich vor Augen, dass das Anfahren einer Anlage mehrere Monate dauert und dass der Erlös für den verkauften Strom mehrere Zehntausend Euro pro Monat beträgt, so wird deutlich, welch enormes wirtschaftliches Potenzial in einem durch Messungen gesteuerten Anfahrvorgang steckt.

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